HPV (humane Papillomaviren) – Naturheilkundliche Therapie

Infektionen mit Humanen Papillomaviren (HPV) zählen zu den häufigsten durch Intimkontakte übertragenen Infektionen. Es sind bisher mehr als 200 Virustypen bekannt, von denen einige als Hochrisiko-HPV bezeichnet und mit der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sowie anderen malignen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Andere Papillomaviren sind für die Bildung von gutartigen Feigwarzen (Kondylome) an den Genitalien verantwortlich.

Anfangs bleibt die Infektion mit HPV häufig unbemerkt, da sie zunächst oft ohne Symptome verläuft. In den meisten Fällen heilt sie dank eines gut funktionierenden Immunsystems innerhalb etwa eines Jahres ohne gesundheitliche Probleme wieder ab. Betroffene wissen daher oft gar nicht, dass sie eine HPV-Infektion haben oder bereits hatten. Bei einer anhaltenden Infektion mit den Hochrisiko-HPV-Typen können sich jedoch Krebsvorstufen oder Krebsarten wie zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Wichtig sind daher regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wie der PAP-Abstrich und der HPV Test um frühzeitig pathologische Veränderungen zu erkennen. Schulmedizinisch gibt es wenig Therapieoptionen bei einem positiven HPV Test. In der Regel werden PAP-Abstrich und HPV Test nach 3 bis 6 Monaten wiederholt um zu überprüfen, ob die Infektion von selbst abgeheilt ist. Gegebenenfalls wird zu einer Scheidenspiegelung (Kolposkopie) und einer Gewebeentnahme geraten.

Welche Behandlungsoptionen bei einer HPV-Infektion bietet Ihnen die Naturheilkunde

Das Immunsystem spielt eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung von HPV-Infektionen. Ein starkes Immunsystem kann das Virus oft erfolgreich eliminieren, bevor es zu ernsthaften Komplikationen kommt. Daher konzentrieren sich naturheilkundliche Ansätze darauf, das Immunsystem zu stärken und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Folgende Aspekte gilt es hierbei zu berücksichtigen:

  • Regulierung des vaginalen Milieus
  • Stärkung des Darmmikrobioms
  • Unterstützung des Immunsystems durch Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Heilpilze, Mikronährstoffe
  • Lokale Anwendung von Vitamin D und antiviral wirksamen ätherischen Ölen
  • Stressreduktion

Regulierung des vaginalen Milieus

Ein wichtiger Aspekt der naturheilkundlichen Behandlung von HPV-Infektionen ist die Regulierung des vaginalen Milieus. Eine gesunde Scheidenflora ist entscheidend für die Abwehr von Infektionen. Probiotische Zäpfchen oder orale Probiotika helfen, das Gleichgewicht der vaginalen Mikroben wiederherzustellen um so das Wachstum von pathogenen Bakterien und Viren zu hemmen. Bei hormonell bedingter Trockenheit kann Estriol lokal eingesetzt werden, um die Schleimhaut zu befeuchten und zu regenerieren. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Es gibt aber auch pflanzliche Präparate (z.B. aus Granatapfelextrakt), die zum Einsatz kommen können.

Stärkung des Darmmikrobioms

Auch die Darmflora (Darmmikrobiom) spielt eine große Rolle bei der Behandlung von HPV-Infektionen, sitzen doch ca. 80 % der Immunzellen im Darm. Diese Immunzellen arbeiten zusammen mit den Bakterien im Darm, deren Zusammensetzung sich durch einen einfachen Stuhltest bestimmen lässt. Wichtig für unsere Darmflora ist eine balaststoffreiche, ausgewogene Ernährung sowie die Vermeidung des Konsums von Fertigprodukten, hoch verarbeiteten Lebensmitteln und Zucker.

Unterstützung des Immunsystems durch Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Heilpilze, Mikronährstoffe

Homöopathische Mittel, Heilpflanzen aber auch Heilpilze können das Immunsystem stärken und so die Selbstheilung anregen. Hier gilt es ganz individuell zu entscheiden, welche Therapieform am besten passt. Infusionen mit Mikronährstoffen wie beispielsweise Vitamin C, Zink, Selen, Vitamin B12 oder Glutathion können ebenfalls die immunologische Leistung erhöhen.

Lokale Anwendung von Vitamin D und antiviral wirksamen ätherischen Ölen

Vitamin D spielt eine ganz entscheidende Rolle in unserem Immunsystem. Während wir es in der Regel von April bis Oktober selbst bilden können, sind wir in den restlichen Monaten auf eine Substitution angewiesen. Vitamin D lässt sich auch lokal anwenden um am Ort des Geschehens direkt zu wirken. Ebenso wie antiviral wirkende pflanzliche Vaginalzäpfchen, welche die Viruslast reduzieren und die Vaginalschleimhaut stärken können.

Stressreduktion

Stress hat einen negativen Einfluss auf die Arbeit des Immunsystems und kann die Fähigkeit des Körpers, Infektionen zu bekämpfen erheblich beeinträchtigen. Daher ist es wichtig Stress abzubauen und Entspannungstechniken in den Alltag zu integrieren. Atemübungen, Meditation, Yoga und Achtsamkeitsübungen aber auch sportliche Aktivitäten oder der Aufenthalt in der Natur können helfen, Stress abzubauen.

Individuelle Beratung und Betreuung

Die naturheilkundliche Behandlung von HPV-Infektionen bietet einen ganzheitlichen Ansatz, der darauf abzielt, das Immunsystem zu stärken und die allgemeine Gesundheit zu fördern. Alternative und lokale Therapien, eine ausgewogene Ernährung und eine Lebensstilveränderung können die Gesundheit unterstützen und das Risiko von Komplikationen verringern. Gerne berate ich Sie ausführlich und erstelle mit Ihnen einen auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Behandlungsplan. In einem persönlichen Gespräch besprechen wir die verschiedenen Therapieoptionen und finden gemeinsam den besten Weg, um Ihre Gesundheit zu fördern.